Habe Angst, bin nun wieder alleine.
Die letzten beiden Tage taten mir gut. Ich fühlte mich nicht so einsam. Ich konnte auch keinen Unsinn machen. Habe mich die letzten beiden Tage auch nicht verletzt. Meine Freundin war ja immer da, es ging nicht. War aber auch besser. Sie meinte, dass sie mich auch bei der suche nach der richtigen Therapie unterstützen würde…
Sie hat mich auch für das wochenende eingeladen, doch das habe ich abgelehnt. Ich habe Angst, dass es ihr zu viel werden würde.
Die Gedanken kreisen wieder weiter..
Mein Therapeut… er meinte, dass er sich nich sicher ist, dass ich mir nichts antue, wenn ich keine Stationäre oder immerhin teilstationäre Therapie mache…
Also hat er sie eigentlich ja abgelehnt, oder? Also was neues suchen… Oder auch nicht?
Er meinte auch, dass ich umbedingt zum Psychiater gehen sollte, um mich medikamentös richtig einstellen zu lassen und er wiederholte wieder, dass eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie erstmal nichts für mich ist, sondern eher eine Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse.
Er hatte ja auch beim letzten mal nicht die ganze Therapiestunde gemacht und mir erst einen Termin in 3 Wochen gegeben, damit ich mich darum kümmere, dass ich in der Tagesklinik einen Termin bekomme.
Och man. ich will es wirklich nicht. Ich hab wieder richtige Panik vor der Zukunft! Ich weiß nicht, was ich machen soll, ich weiß nicht, was richtig ist. Und was für mich gut ist, weiß ich doch schon lange nicht mehr…
Ich habe angst, den Erwartungen nicht zu entsprechen.
Der Therapeut erwartet, dass ich die teilstationäre Therapie mache. Meine stellvertretende Schulleitung erwartet, dass ich mir adäquat helfen lasse und realistisch mit dem Thema umgehe (Sie meinte ja letztes mal, dass ich damit sehr sachlich umgehe. Haha, wenn sie wüsste… Nur, weil ich irgendwie keine Emotionen zeigen kann und immer wie ein lebloser Stein dasitze?) Meine Kursleitung erwartet, dass ich die Hausarbeit für die Zwischenprüfung endlich bald mal fertig habe. (am 6.6. ist abgabe, sie hat mir 4 Tage mehr Zeit gegeben, wegen meiner Augenentzündung mit einhergehender Sehbeeinträchtigung), sie erwartet, dass ich weiterhin gute Leistungen bringe. Meine Klassenkameraden erwarten, dass ich weiterhin als allwissende wirke und immer helfe. Die Stationen erwarten, dass ich super arbeit leiste und die Patienten erwarten, dass sie immer mit mir zu Frieden sein können. Meine Freundin erwartet, dass ich eine Therapie mache und mir helfen lasse, dass es mir gut geht.
Es ist mir alles zu viel! Alles!
Ich will einfach nicht mehr. Ich will nicht mehr dieses blöde perfekte Püppchen sein! Ich war es doch nie, warum denken es nur alle von mir?
Ich weiß nicht, ich hab irgendwie garnichts geschafft. Ich will einfach nur noch in diesen zustand zurück, den dem ich vorher war, vor der Therapie. Wenn ich das jetzt so im Nachhinein sehe, war der deutlich besser als der jetzige…
Jetzt habe ich alle Emotionen, alle Erinnerungen, alles negative nochmal aufgewühlt und stehe wieder alleine da. Ohne Therapie…
Ich würde am liebsten alles wieder verdrängen und wieder weiter vor mich hin existieren…
Ich möchte keine Therapie mehr, ich möchte einfach nur vergessen…
Ich habe mir heute einen Termin in der Tagesklinik gemacht. Er ist in über einem Monat. Mal sehen. Ich muss ihn ja sowiso eine Woche vorher bestätigen, sonst wird es wieder frei… Hab ja dann noch zeit, ihn abzulehnen.
Einen Termin beim Hausarzt habe ich mir auch gemacht, da ich dann eine Überweisung beim Kardiologen abholen werde (Mein EKG ist nicht normal und an der Mitralklappe eine Sehne gerissen, deshalb halt regelmäßige kontrollen…). Dann werde ich um eine Überweisung zum Psychiater bitten und sie fragen, was ich machen soll.
Wobei sie nur von meiner Familiensituation und den Depressionen weiß :S Nicht über das SVV, den MB und das Mobbing früher…
Dann müsste ich es ihr eigentlich auch erzählen, damit sie mir wirklich was raten kann.
oh man =(
Und Montag auch noch einen Termin bei der Stvtr. Schulleitung. Was soll ich dann nur sagen?
Es läuft doch echt alles schief =(
Zu viel ist die letzte Woche passiert, viel zu viel. Mir ist es alles zu viel.
Ich weiß nicht, was ich machen soll. Keine Ahnung. Egal, wie ich es mache, irgendwie werde ich sowiso versagen. Also: Versagen wir doch einfach auf ganzer Strecke.
Ich kann nicht schlafen. Mir schwirren so viele Dinge durch den Kopf. Nur leider keine guten…
Ich versuche mich zu entspannen, mir schöne Musik anzuhören, mich abzulenken.
ICH KANN EINFACH NICHT SCHLAFEN. Ich kann nicht mehr.
Meine Freundin schläft schon seit 3 Stunden neben mir. Ich bemühe mich auch, klappt nicht…
Scheiß Kopfkino, Scheiß Gedankenkarussell.
Ich sehe es schon kommen, dass es die 2te schlaflose Nacht in folge wird…
Yay…
























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